Buddhismus

Möge es allen Wesen wohl ergehen, mögen sie in Sicherheit sein, mögen alle Wesen glücklich sein!
zitiert aus dem Mettā-Sutta

Buddha-Statue in Bodhgaya

Da der Buddhismus, abgesehen von einigen Erkenntnisgrundlagen der Lehre, wie z.B. „bedingtes Entstehen“ oder „Leerheit aller Phänomene“, im Wesentlichen nicht dogmatisch gebunden ist, hat er sich bei seiner Verbreitung den jeweiligen Kulturen gut angepasst. Dadurch haben sich drei Hauptströmungen entwickelt, die – samt vielen Nebenzweigen - völlig gleichwertig nebeneinander existieren. Diese drei großen Haupttraditionen sind Theravada, Mahayana und Vajrayana, welche seit mehr als 100 Jahren auch im Westen angekommen sind. In Österreich existieren ebenfalls alle Traditionen gleichwertig unter dem Dach der „Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft“ und der Buddhismus zählt seit dem Jahre 1983 zu den staatlich anerkannten Religionen. Da die formelle Mitgliedschaft keine Voraussetzung der buddhistischen Praxis darstellt, ist die genaue Zahl der Praktizierenden nicht dokumentiert, sie liegt aber schätzungsweise bei rund 30.000 - 35.000 Personen.

Die Vier Edlen Wahrheiten

Nach dem Erwachen und dem Entschluss, seine Einsichten als Lehre weiter zu reichen, hielt der Buddha im Gazellenhain von Isipatana seine erste Lehrrede, die auch als „Die erste Drehung des Rades“ bezeichnet wird. Der Kern der Lehre des Buddha, auf den auch alle unterschiedlichen buddhistischen Traditionen aufbauen, sind „Die Vier Edlen Wahrheiten“.

Die erste Edle Wahrheit besagt, dass alles Dasein unvollkommen, unbefriedigend und dem Leiden unterworfen ist. Dies ist zu durchschauen!  Damit ist gemeint, dass alle weltlichen Daseinsformen letztendlich nicht zufriedenstellend sind und niemals vollständig glücklich machen können.

Die zweite Edle Wahrheit besagt, dass die Ursachen dafür vor allem Unwissenheit, Verlangen und Abneigungen im eigenen Geist sind. Diese sind zu überwinden! Die zweite Wahrheit beinhaltet die Analyse und kommt zu dem Ergebnis, dass die Wurzeln für Leiden letztendlich in unserem eigenen Geist zu finden sind.

Die dritte Edle Wahrheit besagt, dass durch das Erlöschen der Ursachen auch das Leiden erlischt. Dies ist zu verwirklichen! Die dritte Wahrheit drückt die Erkenntnis aus, dass die Wurzeln für unser Leiden überwindbar sind. Durch das Beseitigen dieser Wurzeln, können wir auch unser Leiden zum Ende bringen.

Die vierte Edle Wahrheit besagt, zum Erlöschen der Ursachen führt der vom Buddha gewiesene achtfache Pfad. Dieser ist zu üben! In der vierten Wahrheit finden wir Orientierung für unseren eigenverantwortlichen Weg:  

Wissen und Weisheit: Rechte Einsicht, Rechte Absicht

Ethisches Handeln: Rechte Rede, Rechtes Handeln, Rechter Lebenserwerb

Sammlung und Meditation: Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit, Rechte Konzentration

Weiterführende Informationen

www.buddhismus-austria.at   
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Kontakt

Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft

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